ADHS Medikamente: Ritalin – muss das sein?

Heute informieren wir über die medikamentöse Behandlung des ADHS-Syndroms. Natürlich ersetzt dieser Artikel nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers, sondern ist lediglich ein informativer Layenartikel.

Vorbehalte gegenüber ADHS-Medikamenten

Eltern schrecken oft davor zurück, ihren Kindern Medikamente zu geben, wenn sie fest daran glauben, dass alternative Methoden und Behandlungsweisen dem Kind helfen könnten. Insbesondere vor dem Hintergrund der ADHS Diagnose sind viele Eltern nicht damit einverstanden, das Kind medikamentös zu behandeln. Wichtig ist aber auch, dass dem Kind eine möglichst normale Entwicklung in verschiedenen Bereichen ermöglicht werden kann. Die Eltern der betroffenen Kinder befinden sich in einem Konflikt, der nicht immer leicht zu lösen ist. Ritalin gehört zu den Stimulanzien, die auf den Dopaminstoffwechsel im Gehirn wirken und diesen erhöhen. Die Verabreichung dieses Medikaments wirkt bei bis zu 89 Prozent der betroffenen und behandelten Patienten. Das Medikament kann in ein bis drei Dosen pro Tag gegeben werden und wirkt für sechs bis zwölf Stunden.

Ritalin-Nebenwirkungen

Das Medikament wird in Deutschland seit ca. 50 Jahren verabreicht und hat einige Nebenwirkungen. In der Anfangsphase kommt es oft zu Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, verstärkter Reizbarkeit, Übelkeit und Erbrechen. Diese Nebenwirkungen legen sich nach zwei bis drei Wochen medikamentöser Behandlung. Weitere Nebenwirkungen sind Appetitlosigkeit, Gewichtsreduktion, Muskelzucken, allergische Hautreaktionen etc. Insbesondere vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen wird von vielen Eltern nach Alternativen gesucht. Das Medikament kann schwere Erkrankungen als Gegenanzeigen haben und fällt in die Kategorie der Betäubungsmittel. Für Reisen muss eine Bescheinigung des behandelnden Arztes besorgt werden. Zugelassen ist das Medikament in Deutschland für Kinder ab sechs Jahren. Kinder sollen damit in gewisser Weise ruhig gestellt werden, so dass sie sich in der Schule mehr konzentrieren können. Bei vielen Schülern äußert sich die Behandlung in besseren Schulnoten.

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