Bärlauch Rezepte

Der wissenschaftliche Name von Bärlauch ist Allium ursinum, dabei handelt es sich um eine Pflanzenart, die der Gattung Lauch zugeordnet wird. Der Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und der Unterfamilie der Lauchgewächse und ist verwandt mit dem Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch. Als eine ausdauernde krautige Pflanze wird der Bärlauch zwischen 20 und 50 Zentimeter groß. Im Geruch ist Bärlauch dem Knoblauch sehr ähnlich, aber nicht ganz so stark ausgeprägt.

Die Blütezeit und Bärlauch ernten

Bereits im Februar bis etwa Mitte März erscheinen die Blätter des Allium ursinum und sind bis Mitte Juni bzw. Anfang Juli zu sehen. Nach der Samenreife verschwinden sie wieder, dabei spielen natürlich die Wetterlage, der Standort und die Temperaturen eine wesentliche Rolle. Im Monat Mai ist die Hauptblütezeit des Bärlauchs. Oftmals wird Bärlauch mit den Blättern von Maiglöckchen verwechselt, die jedoch sehr giftig sind. Mit einem einfachen Test kann man den Bärlauch schnell identifizieren, dafür wird ein Blatt vorsichtig mit den Fingern zerrieben und am Geruch kann die Pflanze erkannt werden. Dabei wird man das Aroma von Knoblauch erkennen. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind die Stiele, die einzeln aus der Erde wachsen.

Die günstigste Zeit, wenn man Bärlauch ernten will, ist von April bis Juni. Beginnen die Blätter zu vergilben, dann sollte man Bärlauch nicht mehr ernten. Will man jedoch die Zwiebeln vom Bärlauch ernten, dann ist der Spätsommer bis Herbst die beste Erntezeit. Zwar kann die Pflanze komplett gegessen werden, allerdings werden meistens nur die Blätter genutzt. Bevor die Blätter erblühen, sollte man Bärlauch ernten, denn danach nehmen sie einen bitteren Geschmack an und sind kaum noch genießbar. Nach einem Regenguss sollte man Bärlauch ernten, denn dann sind die Blätter besonders sauber.

Bärlauch einfrieren

Bärlauch ist eine Delikatesse, aber leider nicht das ganze Jahr über frisch zu verwenden. Als Alternative kann man Bärlauch einfrieren. Dafür sollten die Blätter gewaschen und anschließend übereinander gelegt werden. Nun kann dieser Block in das Gefrierfach gelegt werden und bei Bedarf kann die benötigte Menge mit Hilfe eines scharfen elektrischen Messers oder mit der Brotschneidemaschine abgeschnitten werden.

Zubereitung von Bärlauchpesto

Die Zubereitung von Bärlauchpesto ist kinderleicht, zuerst werden die Blätter vorsichtig gewaschen und zum Abtropfen auf Küchenkrepp gelegt. Sobald die Blätter abgetropft sind, werden sie in feine Streifen geschnitten. Für das Bärlauchpesto können die Zutaten nach Geschmack gewählt werden, besonders lecker schmeckt es mit gerösteten Pinienkernen, fein geriebenem Parmesankäse, Olivenöl und Salz sowie Pfeffer. Die feingeschnittenen Bärlauchblätter werden mit den anderen Zutaten in einem hohen Gefäß zerkleinert und mit einem Mixstab vermischt. Nun kann das Bärlauchpesto in ein Glas oder eine Schüssel gefüllt und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Bärlauchpesto ist dem italienischen Basilikumpesto sehr ähnlich, nur der Geschmack von Knoblauch macht den Unterschied aus. Bärlauch wirkt sehr gut gegen die Frühjahrsmüdigkeit und regt gleichzeitig den Stoffwechsel an.

Bärlauch Rezepte

Besonders beliebt sind die Bärlauch Rezepte, da die Pflanze vielseitig einsetzbar ist. Bärlauch sollte nicht zu lange gekocht werden, denn dadurch gehen viele der Inhaltsstoffe verloren. An dieser Stelle wollen wir nun einige Bärlauch Rezepte vorstellen.

Kalbsschnitzel mit Bärlauch gefüllt:

4 Kalbsschnitzel, gleich vom Metzger eine Tasche einschneiden lassen
8 Bärlauchblätter
4 Scheiben Ziegenkäse
4 Teelöffel Senf

In die Kalbsschnitzel werden je zwei Blätter Bärlauch, fein gehackt oder in Streifen geschnitten, ein Teelöffel Senf und eine Scheibe Käse gefüllt. Die Schnitzel mit Zahnstochern verschließen, salzen und pfeffern und in Öl anbraten. Je nach Geschmack können die Kalbsschnitzel auch paniert gebraten werden, anschließend noch etwas Zitronensaft darüber geben.

Bärlauchsuppe:

100 – 200 Gramm Bärlauch, je nach Geschmack
2 Zwiebeln
1 mehlige Kartoffel
½ Liter Gemüse- oder Fleischbrühe
Butter
250 Milliliter Sahne
Salz, Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft

Für die Bärlauchsuppe wird die Kartoffel klein gewürfelt, die Zwiebeln feingehackt und in heißer Butter kurz angedünstet. Mit der Brühe wird dann aufgegossen und das Ganze sollte zehn Minuten kochen. Mit einem Pürierstab wird alles durchgemixt und durch ein Sieb passiert. Der Bärlauch wird kurz blanchiert und gleich in Eiswasser gegeben, anschließend in die Suppe mixen und zum Auffüllen die Sahne dazu geben. Zur Verfeinerung dient der Zitronensaft und fertig ist die Bärlauchsuppe.

Bärlauch ist dem Knoblauch im Geschmack sehr ähnlich, er findet in der Küche viel Verwendung. So findet man unzählige Bärlauch Rezepte im Internet und kann somit einen ganz neuen Geschmack beim Essen erleben.

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