Fitnesstipps für den Alltag

Fitnesstipps für den Alltag finden sich praktisch überall, von Frauenzeitschriften über Apothekermagazine, Sportsendungen oder das Internet. Doch nicht alles ist wirklich hilfreich, besser gesagt: Die Umsetzung klappt nur selten und ist nicht immer sinnvoll. Wer beispielsweise morgens, wie empfohlen, beim Zähneputzen bereits 20 Kniebeugen vollführt, bekommt aufgrund fehlender Erwärmung von Muskeln und Gelenken wohl bald Knieschmerzen. Auch lässt sich trotz guter Vorsätze nicht immer alles umsetzen. Nur die wenigsten möchten sicher im Großraumbüro Schreibtischgymnastik betreiben. Doch es gibt natürlich viele Alternativen.

Bewegung ist unverzichtbar

Hilfreich sind unbedingt die gängigen Vorschläge, sich mehr zu bewegen. Die einfachste Methode sind tatsächlich die Treppen statt des Aufzugs. Das lässt sich auch mit Pumps bewältigen – notfalls auf Strümpfen. Natürlich stehen diese Treppen auch in der Arbeitspause oder als kleine Einlage zwischendurch zur Verfügung. Es gibt sie überall: Im Kaufhaus, im Rathaus, in Museen, im eigenen Mietshaus, im Büroturm oder in den U-Bahn-Tunneln.

Klassisch ist auch der Weg zum Briefkasten oder für den kleinen Einkauf auf dem Markt beziehungsweise in dem Laden um die Ecke: am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Letzteres hat den Vorteil, dass die Einkäufe etwas mehr sein dürfen und man sie nicht selbst tragen muss. Dass man mehrmals pro Woche fahren muss, ist ein Vor-, kein Nachteil!

Die Ausrede, es stünde kein Hund zur Verfügung, zählt ebenfalls nicht mehr: Entweder stellen sich hundelose Menschen vor, sie müssten jetzt eben 20 Minuten vor die Tür, weil der imaginäre Vierbeiner es braucht, oder es wird kurzerhand einfach ein neuer Hausgenosse angeschafft.

Dranbleiben macht fit

Im Alltag zählen die kleinen Dinge, die oft große Wirkungen zeigen – aber erst nach einiger Zeit. Wie bei einer Diät der Körper langsam reagiert, wenn das Ergebnis dauerhaft sein soll, braucht auch ein Muskel seine Zeit, bis er sich aufbaut. Und ebenso darf man weder nachlassen noch aufhören. Fitness ist nichts, was sich in einem Augenblick ergibt, aber sie geht auch wieder verloren, wenn man die kleinen Dinge nicht beachtet.

Dazu gehören die sogenannten isometrischen Übungen. Sie funktionieren nur mit dem Eigengewicht des Körpers und benötigen keine Sportgeräte, nicht einmal Sportkleidung, außerdem kaum Zeit und sie können tatsächlich fast überall gemacht werden. Ein Beispiel: An einer Tür beide Hände flach in Schulterhöhe aufsetzen und sich einige Male langsam und konzentriert – das ist das eigentliche Geheimnis – zur Tür hin fallen lassen und wieder zurückstemmen: eine gute Miniübung für Schultern und Oberarme.

Von Kopf bis Fuß topfit

Wer öfter auf Zehenspitzen durch die Wohnung marschiert, tut etwas für Venen, Unterschenkelmuskeln, das Gleichgewicht und den eigenen Spaß. Letzteres ist ein besonders wichtiger Faktor für die Gesundheit. Auch beim Bügeln lässt es sich wunderbar auf den Zehen wippen, mit flotter Musik klappt das noch besser. Alternativ lässt man alles stehen und legt einfach eine flotte Tanzrunde ein – wen gehen die wilden Bewegungen etwas an? Nur Mut!

Sehr wichtig ist auch das tiefe Durchatmen: Viele Menschen atmen zu flach, eine gekrümmte Sitzhaltung und fehlende Bewegung verstärken diesen Trend noch. Kein Wunder, dass das Thema Apnoe, von medizinischen Problemen abgesehen, derzeit Furore macht. Verspannte Muskulatur um das Zwerchfell kann ein Auslöser sein. Ungewohnt, aber wirksam ist ebenso das bewusste Lachen auf lautes Ha, Ha, Ha.

Und zum Schluss die Gripsgymnastik nicht vergessen: Rätsel aller Art, Puzzles und das Gesellschaftsspiel im Familien- und Freundeskreis sind die besten Trainer.

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