Ginkgo biloba

Der Ginkgo hat seinen Ursprung in China und wird heute auf der ganzen Welt angepflanzt. Das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ ernannte den Ginkgo zum Jahrtausendwechsel zum „Baum des Jahrtausends“ und gleichzeitig zum Mahnmal für Frieden und Umweltschutz. Der wissenschaftliche Name ist Ginkgo biloba, wobei biloba für die Zweilappigkeit des Blattes steht. Genutzt wird der Ginkgo als Zierbaum, Nahrungsmittel und vor allem in der Medizin. Bereits im Mittelalter wurden schon die positiven Wirkungen, die die Blätter des Ginkgo enthielten, zur Heilung eingesetzt. Als Heiltee und Wundpflaster wurden die Ginkgoblätter in dieser Zeit bei Unruhezuständen, Tuberkulose, Magenleiden, Husten, Hautkrankheiten, Gonorrhoe, Erfrierungen, Bronchitis und Asthma verwendet.

Ginkgo biloba in der Medizin

In der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz als TCM bekannt, wird das Ginkgo Extract hauptsächlich wegen seiner mentalen Steigerung der Leistungen und für eine bessere Durchblutung verwendet. Das Ginkgo Extract wird heute zum Teil bei der Behandlung eines Glaukoms unterstützend mit eingenommen. Dieses Naturheilmittel ist eines der beliebtesten Präparate, welches die Menschen heutzutage verwenden. Die positiven Wirkungen sind wahrscheinlich auf die hohen Konzentrationen an Terpenoiden und Flavonoiden zurückzuführen, die nur im Ginkgo biloba enthalten sind. Da die Stoffe teilweise so komplex sind, ist es noch nicht gelungen, diese auf synthetischem Wege herzustellen.

Ginkgo biloba bei Alzheimer und Tinnitus

Es wurden bereits mehrere wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirksamkeit des Ginkgo biloba bei der Alzheimer Krankheit durchgeführt. Bei diesen Studien nahm eine Hälfte der Probanden über Jahre hinweg ein Ginkgo Extract ein, die andere Hälfte der Teilnehmer erhielten ein Scheinpräparat. Das Fazit der durchgeführten Studie war, dass keine maßgeblichen Unterschiede zu erkennen waren. Dabei wurden die räumliche Orientierung, das Sprachvermögen und die Gedächtnis- sowie Konzentrationsfähigkeit untersucht.

Bei Tinnitus werden häufig Ginkgo Präparate unterstützend zu einer Behandlung eingesetzt, damit soll die Durchblutung verbessert werden. In der Regel werden noch weitere durchblutungsfördernde Medikamente bei Tinnitus verwendet. Bislang ist noch kein wissenschaftlicher Nachweis vorhanden, dass Ginkgo biloba bei Tinnitus positiv wirkt.

Der Ginkgo Bonsai

Der Ginkgo als Baum ist winterhart, als Bonsai dagegen ist er sehr anfällig gegen Frost. Bedingt ist das durch den hohen Wassergehalt in den Wurzeln, dadurch können die Wurzeln in der Bonsaischale erfrieren. Der Ginkgo Bonsai verträgt keine ständige Nässe, zwischendurch kann er auch für kurze Zeit trocken stehen. Beim Gießen sollte auf den Standort und die Größe des Topfes geachtet werden, dementsprechend wird der Ginkgo Bonsai befeuchtet.

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