Hitzewallungen in der Schwangerschaft

Es gehört zu einer der am häufigsten vernehmbaren Beschwerden werdender Mütter während der Schwangerschaft: Die Unmutsäußerungen über unangenehme Hitzewallungen und Temperaturschübe. Von einem Moment auf den anderen wird der eigene Körper einem zur Last, im schlimmsten Fall sogar zur Qual – und dies auch dann, wenn man in der Vergangenheit niemals solche Probleme gehabt hat. Im Folgenden soll dieses Phänomen ein wenig näher beleuchtet werden; seine Ursachen werden ebenso skizziert wie adäquate Handlungsschritte, um mit dieser weniger erfreulichen Randerscheinung der Schwangerschaft umzugehen.

Die Ursachen für Hitzeschübe

An dieser Stelle kann erfreulicherweise eine gute Nachricht kundgetan werden, die manche werdende Mutter hoffentlich beruhigt. Denn es ist mitnichten so, dass eine Hitzewallung, sei sie auch subjektiv noch so unerwünscht und unpassend, einen Vorboten oder gar ein Symptom einer Erkrankung darstellt. Im Gegenteil handelt es sich um eine nur allzu normale, geradezu gesunde Reaktion des menschlichen Körpers auf den Umstand, dass in ihm ein neues, zweites Leben heranwächst. In dessen Folge fährt der Organismus seinen Stoffwechsel auf bis dahin nicht erreichte Ausmaße hoch, was eine erhebliche (obgleich positiv zu interpretierende) Belastung bedeutet. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft werden stetig höhere Anforderungen an den Körper gestellt, der den kleinen Mensch im Bauch ebenfalls ausreichend versorgen muss. Daher erweitern sich die Blutgefäße, um mehr nährstoffreiches Blut in kürzerer Zeit transportieren zu können – hieran liegt es, dass sich etwa jede fünfte schwangere Frau bisweilen so übermäßig "aufgeheizt" fühlt.

Allgemeines zum Umgang mit dem "tropischen Körperklima"

Die sich ausdehnenden Blutgefäße lassen sich natürlich nicht verengen oder an der Expansion hindern; dies wäre sogar höchst unerwünscht, selbst wenn es möglich wäre. Da sich also die Ursache für die Hitzewallungen nicht ausschalten lässt, gilt es, sich so gut wie möglich auf diese Erscheinung einzustellen und den bestmöglichen Umgang damit zu finden.

Flüssigkeitszufuhr

Insoweit ist es vor allen Dingen von Bedeutung, dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen, um eventuelle Flüssigkeitsverluste wieder auszugleichen. Abzuraten ist in diesem Kontext aber davon, sich eine eiskalte Limonade zu gönnen; zuckerfreie Getränke wie Früchte- oder Kräutertee sowie Wasser (möglichst ohne magenreizende Kohlensäure) sind hier vielmehr die Kandidaten erster Wahl. Natürlich ist demgegenüber zum Beispiel von einem kühlen Bier, auch als Mischgetränk, aus der Perspektive des Kindes unbedingt Abstand zu halten.

Der Wasserhahn als Klimaanlage

Zudem kann der Körper auf sanfte Weise ein wenig reguliert werden, wenn man die Handgelenke unter den kühl fließenden Wasserhahn hält. Führt man dies ein bis zwei Minuten lang durch, sollte sich im Rahmen des Möglichen bereits eine gewisse Linderung bemerkbar machen. Von radikaleren Maßnahmen wie etwa einer Ganzkörperdusche mit eiskaltem Wasser kann dagegen nur abgeraten werden. Hierdurch käme es zu einer Belastung für den Kreislauf, die schon bei Männern oder Frauen, die nicht schwanger sind, kaum empfehlenswert ist.

Die optimale Bekleidung

Außerdem ist es von Vorteil, Kleidung aus atmungsaktiver Baumwolle zu tragen. Polyester und sonstige Synthetikgewebe erlauben im Vergleich dazu keine gleichsam effektive Wärmeregulierung des Organismus und können das Schwitzen und das Hitzegefühl sogar noch verstärken.

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