Mobil im Alter

Mobilität und Flexibilität sind in unserer Lebenswelt zunehmend wichtig. Zwar haben wir noch lange nicht amerikanische Mobilitätsverhältnisse, aber diese sind zum Teil auch durch ein riesiges Land definiert und nicht nur durch eine Hire-and-Fire-Politik in Arbeitsdingen. Doch auch in den USA nimmt die Mobilität im Alter ab. Nicht nur die körperliche Mobilität schränkt sich nach und nach ein, sondern auch die räumliche. Manchmal wird beides durch zunehmende Gebrechlichkeit beschnitten, manchmal aber auch durch mangelnde Unterstützung, Informationsmangel oder schlichten Geldmangel. Denn: Mobilität kostet. Sie könnte aber durchaus flächendeckend gewährleistet werden.

Möglichkeiten der Mobilitätserweiterung

Nie hatte ein alternder Mensch mehr Möglichkeiten, bis ins hohe Alter hinein fit (hier finden sich einige Tipps), eigenverantwortlich und mobil zu bleiben. Trotzdem stehen nicht allen alten Menschen gleichermaßen alle existierenden Mobilitätshilfen zur Verfügung. Verschreibungspflichtige Mobilitätshilfen wie den Rollstuhl übernehmen Krankenkassen noch am Ehesten. Doch bereits mit dem Rollator, den man bei Bedarf als Standardmodell auf Rezept von Sanitätshäusern zur Verfügung gestellt bekommt, haben viele ältere Menschen Probleme. Selbst wenn sie aus eigener Tasche einen Leichtgewichts-Rollator wie den Topro Troja M nutzen, haben viele nicht die Kraft, ihn selbst in einen Bus zu heben oder durch Schneewehen am Wegesrand zu schieben. Zahlreiche alte Menschen verzichten daher auf die Möglichkeit, mit einem Rollator mobil zu bleiben, sich an ihm festhalten und den Gang stabilisieren zu können, Einkäufe in seinem Korb zu lagern und sich jederzeit ortsunabhängig hinsetzen zu können. Wie viele Stürze auf das Konto eines nicht genutzten Rollators gehen, weiß man nicht. Den Elektroscooter können sich nur wenige alte Menschen leisten. Heutzutage gibt es zahlreiche motorisierte Seniorenfahrzeuge mit Elektroantrieb, so genannte Elektroscooter. Im Preis liegen die robusteren Modelle um die 2500-4000 Euro. Nicht jeder kann sich das leisten – und wer es könnte, findet sich oft im Straßenverkehr nicht mehr zurecht. Er kann beispielsweise nicht mehr gut sehen oder hören. Problematisch ist es auch, dass man den E-Scooter aufladen muss. Wer in einem Mehrfamilienhaus mit acht Stockwerken lebt, wird damit Probleme haben, wenn die Wohnung in einem der oberen Stockwerke zu finden ist. Auf solche Probleme müssten sich die Gemeinden ganz anders einstellen, um Mobilität im Alter, hierzu hat das Bundesministeriums für Bildung und Forschung sogar Richtlinien vorgegeben, zu einem selbstverständlichen Gut für alle alt gewordenen Menschen werden zu lassen.

Mobilität in Bus, Bahn und Auto

Busfahrer nehmen nicht immer Rücksicht auf alte Menschen. In den großstädtischen Gelenkbussen kann man das wohl auch kaum leisten. Dennoch bedeutet das Bus fahren für viele Senioren innerstädtische Mobilität, die dank Seniorenkarte auch bezahlbar bleibt. Absenkbare Einstiegsmöglichkeiten, Notsitze und erreichbare Handgriffe verhelfen alten Menschen zu Erleichterungen. Angesichts zunehmender Überalterung in der Gesellschaft müssen sich Bus- und Bahnunternehmen zukünftig stärker auf alte Menschen ausrichten. Taxenunternehmen müssten vielleicht verbilligte Seniorentransporte anbieten, um älteren Menschen sichere Transportmöglichkeiten zu bieten. Viele Kirchen bieten bereits Senioren-Bringdienste zu kirchlichen Veranstaltungen oder Seniorentreffs an. Auch bei Wahlen kann man diese nutzen. Prognosen zu Folge werden 2040 alte Menschen fast 40 Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik ausmachen. Bis dahin müssen die Mobilitätsangebote deutlich verbessert werden. Nicht nur ältere Bus- und Bahnnutzer werden zunehmen, sondern auch Autonutzer/innen und Radfahrer/innen. Welche Auswirkungen das auf die Verkehrsplanung und – sicherheit hat, diskutiert man bereits heute.

Aufschwung bei Mobilitätshilfen

Auch bei den Mobilitätshilfen steigt die Qualität stetig an. So wird auf gutes Material und eine hochwertige Verarbeitung gesetzt. Auch auf die Handhabung wird geachtet. Kriterien wie leichtes Zusammenlegen und Auseinanderfalten sind hier besonders wichtig. Außerdem sollten die Mobilitätshilfen, wie ein Rollator so geschaffen sein, dass die Benutzer sie auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gut nutzen können. Auch Platzsparend, für beengte Räumlichkeiten, sollte zum Beispiel der Rollator in zusammengelegten Zustand sein. In vielen Online-Sanitätshäusern sind Mobilitätshilfen ein gefragter Artikel. So kann man etwa bei careshop verschiedene Mobilitätshilfen finden. Faltbare Gehstöcke, superleichte Gehwägelchen, zusammenclipbare Gehstützen, Fahrrad-Anhängerkupplungen für den Hackenporsche oder Transportwägelchen für die Wohnung sind Innovationen, die alte Menschen entlasten und mobil halten.

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