Prävention bei der Arbeit im Labor

Die Gefährlichkeit der Arbeit in einem Labor wird nach den Schutzstufen der dort verwendeten Stoffe eingestuft. Laboratorien, in denen mit Stoffen der Klasse 1 und 2 gearbeitet werden, werden als Klasse 2 Labore eingestuft. Je nach Einstufung des Labors müssen spezielle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden – unter anderem muss besondere Schutzkleidung angezogen werden, die jedoch nicht immer häßlich aussehen muss: zum Beispiel gibt es modische Arbeitskleidung für beauty & wellness von verschiedenen Anbietern, auch im Internet.

Schutz- bzw. Sicherheitsstufe 1

In Sicherheitsstufe 1 müssen die geringsten Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Hier wird mit Stoffen gearbeitet, die nur bei langer Einwirkzeit oder in hoher Konzentration gesundheitsschädlich wirken können. Bereits in Labors dieser Sicherheitsstufe müssen besondere Abzüge eingebaut werden. Selbstverständlich müssen alle Stoffe deutlich gekennzeichnet werden, und die Gefahrstoffe müssen so gelagert (Beispiel für Transport und Lagerung) werden, dass keine Unbefugten Zugriff haben und die Gefahr, dass die Stoffe auslaufen und dadurch Unfälle entsehen, minimiert wird. Selbiges gilt natürlich auch für den Transport gefährlicher Güter.

Schutz- bzw. Sicherheitsstufe 2

In der Sicherheitsstufe 2 kann Arbeitskleidung gerade noch getragen werden – allerdings muss hier schon sehr darauf geachtet werden, dass die Kleidung den geltenden Vorschriften entspricht. Essen, Trinken und Rauchen ist in Labors der Stufe 2 strikt verboten. Arbeits- und Berufskleidung muss bei dieser Schutzstufe schon bestimmten Anforderungen genügen und von der Straßenkleidung getrennt aufbewahrt werden, das heißt man benötigt auch eine Umkleide.

Schutz- bzw. Sicherheitsstufe 3

Hier wird mit sehr giftigen Substanzen gearbeitet, jedoch nur mit kurzen Expositionszeiten, die Mitarbeiter sind den Substanzen also immer nur kurz ausgesetzt. Dennoch gelten hier noch härtere Vorsichtsmaßnahmen als bei Sicherheitsstufe 2. Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen gehört, dass nur noch im Labor Beschäftigte in das Labor dürfen und dass größtenteils unter einem Abzug gearbeitet werden soll.

Schutz- bzw. Sicherheitsstufe 4

Bei Stufe 4 wird mit den gleichen Substanzen gearbeitet wie in Stufe 3, jedoch ist die Expositionszeit hier länger, so dass natürlich auch die Gesundheitsgefährdung höher ist als bei Stufe 3. Bemerkenswert ist bei dieser Sicherheitsstufe, dass Methoden installiert werden müssen, die den unbeabsichtigten und ungewollten Austritt der verwendeten Substanzen nicht nur verhindern, sondern auch nachweisen. Zum Beispiel könnten den verwendeten Substanzen Farbstoffe zugesetzt werden, die beim Kontakt mit Raumluft zutage treten. Man stelle sich einmal eine Sicherheitslücke bei Arbeiten mit radioaktiven Substanzen vor und die daraus resultierenden Folgen

Selbstverständlich müssen bei jeder Stufe die Sicherheitsmaßnahmen der darunterliegenden Stufe ebenfalls eingehalten werden. Diese werden nur jeweils ergänzt um die zusätzlichen Vorkehrungen der betreffenden Stufe.

Wie ist Deine Meinung?

*