Rituale – Anker des Lebens

Ein wichtiger Faktor für psychische Gesundheit ist das Gefühl von Sicherheit. Das ist wohl ein Grund, dafür, dass die meisten von uns feste Rituale in den Alltag einbauen. Kleine Gewohnheiten, die so automatisiert sind, dass sie dem Tag eine angenehme Struktur geben: Morgens Zähne putzen und Kaffee kochen. Ein Begrüßungskuss, wenn der Partner nach Hause kommt.

Wo kommen Rituale her?

Viele Rituale wie das der Hochzeit (auch Liebesrituale) sind in unserer Gesellschaft verwurzelt. Auch aus alten Zeiten haben sich (z.B. in Form von Feiertagen) Bestandteile von Hexen Ritualen, magischen Ritualen oder Zaubersprüchen der weißen Magie in die heutige Zeit gerettet. Auch entstehen Rituale aus unserer persönlichen Geschichte: Bereits in der Grundschule (Rituale Grundschule) als Kinder (Kinder Rituale) prägen wir uns spielerisch Rituale ein, flechten sie in unsere Lebensgeschichte ein und teilen sie mit anderen Menschen.

Einige Rituale sind auch dem Zufall zu verdanken. Ein gemeinsam verbrachter Urlaub, in dem der Kellner immer den selben Begrüßungssatz sagt, kann dem Urlaubspaar auch nach Jahren noch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

Warum Rituale?

Rituale geben uns Halt und Geborgenheit sowohl im Großen als auch im Kleinen. Mit anderen Menschen geteilte Rituale schaffen ein Gefühl der Zusammengehörgkeit und Gemeinschaft. In schwierigen Zeiten können wir uns auf Rituale besinnen, um Stress zu reduzieren. Doch Rituale können auch Hinweisreize sein: Hat Papa am Sonntag seine Kochschürze um, läuft uns das Wasser im Mund zusammen, weil wir wissen, dass es seine unschlagbaren Roulladen gibt…

Kleine und große Rituale

Neben den kleinen Ritualen des Alltags gibt es auch große, die man vielleicht nur selten durchführt: Hochzeiten, Geburtstage, Sylvester oder auch die Konfirmation des Neffen. Es schafft eine besondere innere Zufriedenheit, diese Anlässezu zelebrieren, sie als Meilensteine des eigenen Lebens zu gebrauchen. So kann aus dem Einheitsbrei des Alltags ein sinnhafteres Leben werden.

Tipps zu Ritualen:

Welche Rituale hast Du selbst in Deinem Alltag? Schau einfach beim nächsten Mal, wie es sich anfühlt, dieses Ritual auszuführen: Ist es ein lästiges Übel, dass Du eigentlich nicht mehr beibehalten möchtest oder zaubert es sogar in Erinnerung an Schönes ein Lächeln auf Dein Gesicht?

Hast Du nur wenige Rituale und häufig das Gefühl, Dein Tag habe zu wenig Struktur? Dann kultiviere Dir einfach ein neues Ritual – Selbst wenn es eigentlich eine Handlung ist, die fast überflüssig ist – Rituale geben Struktur.

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